Virtuelle Funktionen

Hier betreten wir wieder völliges Neuland mit einer neuen Sprache. Wenn objektorientiertes Programmieren noch (relativ) neu für Dich ist, solltest Du dieses Kapitel sehr sorgfältig durchgehen. Wir haben versucht, die Details dieses neuen und ein wenig einschüchternden Themas klar darzulegen. Solltest Du aber schon Erfahrung im objektorientierten Programmieren besitzen und nur C++ als Programmiersprache erlernen wollen, kannst Du die ersten vier Beispielprogramme getrost überspringen und gleich zum Programm mit dem Namen VIRTL5.CPP gehen.

Ein Ausdruck, der dringend einer Definition bedarf, ist Polymorphismus. Auf deutsch heißt das soviel wie "Vielgestaltigkeit", im Kontext des OOP aber eher "Ähnlichkeit". Objekte sind polymorph, wenn sie sich zwar ähnlich, aber eben doch verschieden sind. Was das genau heißt, werden wir im Laufe dieses Kapitels feststellen.

Wir haben in dieser Einführung schon das Überladen von Operatoren und Funktionen studiert. Das ist in beiden Fällen eine einfache Form von Polymorphismus, da sich eine Einheit auf zwei oder mehrere Dinge bezieht. Die Verwendung von virtuellen Funktionen kann bei gewissen Programmieraufgaben eine große Hilfe sein, wie Du in den nächsten beiden Kapiteln sehen wirst.

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