Wir haben den sogenannten abstrakten Datentyp am Beginn dieses Kapitels erwähnt und noch einmal etwas später. Jetzt ist es an der Zeit, etwas genauer darauf einzugehen. Ein abstrakter Datentyp ist eine Gruppe von Daten, von denen jede eine Reihe von Werten speichern kann, und einigen Methoden oder Funktionen, die mit diesen Daten arbeiten. Die Daten sind vor äußerem Zugriff geschützt. Da die Daten eine Beziehung zueinander haben, bilden Sie eine zusammenhängende Gruppe, deren Mitglieder miteinander sehr viel zu tun haben, aber wenig mit der "Außenwelt".
Die Methoden allerdings haben eine Verbindung zu dieser Außenwelt über die Schnittstellen, die Zahl der Kontakte ist aber beschränkt und die Verbindung mit dem übrigen Programm ist eine lose. Das Objekt ist lose mit der Außenwelt verbunden. Durch die enge Verbindung untereinander einerseits und die lose Bindung zur Außenwelt andererseits wird die Wartung von Software erleichtert. Das ist vielleicht der größte Vorteil objektorientierten Programmierens.
Es macht Dir vielleicht Sorgen, daß die Programmiererin die privaten Variablen zwar außerhalb der Klasse nicht verwenden kann, sie aber doch zu Gesicht bekommt und so eventuell ziemlich genau abschätzen kann, wie die Klasse implementiert ist. Die Variablen hätten ohne weiteres komplett in einer anderen Datei versteckt werden können. Da die Autoren von C++ aber auf Effizienz großen Wert gelegt haben, blieben die Variablen in der Klassendefinition, wo sie zwar sichtbar, aber nicht brauchbar sind.
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